Rennradrevier Nauders am Reschenpass

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Rennradregionen in Europa – Nauders am Reschenpass

Radler, Kraxler und Wanderer lieben den Reschenpass und seine Umgebung

Die Gemeinde Nauders im Tiroler Bezirk Landeck in Österreich, ganz an der Grenze zum Vinschgau gelegen, liegt in 1394 Meter Höhe und hat aktuell 1.560 Einwohner, die Mehrheit lebt von Landwirtschaft und Tourismus, die 4.200 Gästebetten werden im Winter von Skifahrern, im Sommer zumeist von Wanderern und Radsportlern belegt. Auch Kletterer schätzen die umliegende Bergwelt sehr als Gebiet für ihr Hobby, der Tscheyeck, Gueserkopf, Geigenkamm, Kleine und Große Schafkopf, Piengkopf, Wölfeleskopf, Mataunkopf, die Plamorter, Klopaier- und Bergkastelspitze sowie der Nauderer Hausberg Piz Lad sind allesamt beliebte Kraxelreviere. Unweit von Nauders und den weiteren Talorten Pfunds, Kajetansbrücke und Mals befindet sich der 1.507 Meter hohe Reschenpass als schon seit römischer Zeit wichtigste Nord-Süd-Verbindung über die Alpen. Wo einst die Truppen Roms ab dem Jahr 50 über die Via Claudia Augusta gen den unbekannten Norden zogen, um die dortigen „Barbaren“ zu unterwerfen, quälen sich heute zahlreiche Sportler für Rennradtouren Nauders am Reschenpass.

Von Norden nach Süden ist die Überquerung einfacher als in Gegenrichtung

Durch seine größtenteils moderaten Steigungen ist der Reschenpass auch für nicht ganz so erfahrene Radler gut geeignet, die Landschaft beiderseits des Passes ist dabei äußerst reizvoll, von Nauders aus hat man tolle Sicht in das Inntal, ins Engadin und in den Vinschgau. Von Landeck aus führen vorwiegend gut asphaltierte Wirtschaftswege und Ortsstraßen nach Pfunds, Nauders am Reschenpass Rennrad ist also im Frühjahr und Sommer sicher zu erreichen. Auch die Etsch entspringt am Reschenpass und fließt von dort nach Meran, Bozen und Verona. Bei Glurns führt ein Abzweig ins Münstertal und zum Ofenpass, bei Prad beginnt ein Anstieg zum Stilfser Joch und ins Veltlin. Anders als der Reschenpass ist das Timmelsjoch nur im Sommer geöffnet. Im Allgemeinen bevorzugen Radler die Alpenquerungen über den Reschenpass von Norden nach Süden. Mit wenig Gepäck kann man ab Nauders auch über den Plamortboden ca. 500 Meter oberhalb des Reschenpasses fahren, von dort hat man tolle Sicht auf den Ortler und den Reschensee.

Im Reschensee erinnert ein steinerner Kirchturm an ein untergegangenes Dorf

Die Reschenstraße führt an der Festung Nauders vorbei auf die Hochfläche, Ende 2015 herrschte dort jedoch noch bergauf wie bergab Fahrradverbot, weshalb die Schweizer Straße die einzige Verbindung zwischen Inntal und Nauders war. Die Engadiner Straße wiederum führt durch die Finstermünzpassschlucht, benannt nach der alten Zollstelle Finstermünz. Von Martina im Engadin überquert man die Inn und beginnt eine Steigung von 7 bis 8 Prozent mit 11 nummerierten Kehren bis zum Gasthof Norbertshöhe, von wo es nur noch eine kurze Strecke nach Nauders ist. Diese beträgt lediglich 7 Kilometer, man kann sie auf der Bundesstraße oder auf dem Wirtschaftsweg zurücklegen. Die größte Attraktion am Reschensee ist übrigens der versunkene Kirchturm von Graun. Dank der regelmäßigen Busverbindung mit Fahrradmitnahme ist der Reschenpass auch mit Kindern gut zu erreichen.

Video Nauders am Reschenpass

Bilder Nauders am Reschenpass

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Rennradrevier Nauders am Reschenpass - die 1.500-Seelen-Gemeinde Nauders auf der österreichischen Seite des Reschenpasses gilt als absolutes Bike-Zentrum in der gesamten Reschenpass Region

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