Rennrad zum Stilfser Joch Pass – dem König der Pässe

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Traumpässe Rennrad – Stilfser Joch im Vinschgau

Im Sommer treffen sich hier Motorrad- und Fahrradfahrer aus ganz Europa

Das Stilfser Joch (Passo dello Stelvio) im Vinschgau ist der mit 2.757 Meter höchste Gebirgspass Italiens und zweithöchste asphaltierte Gebirgspass in den Alpen. Die komplett asphaltierte Passstraße (Strada Statale 38 dello Stelvio) zwischen Bormio in der Lombardei und Prad in Südtirol ist von Ende Mai bis Ende November für den Verkehr geöffnet, speziell in den Sommermonaten tummeln sich hier die Touristen. Motorradfahrer zieht es alljährlich in der ersten Juliwoche ans Stilfser Joch, wenn dort das traditionsreiche „Internationale Treffen“ stattfindet, Radler bevölkern die Passhöhe spätestens ab Mitte Juli, um am Radrennen des Amateurradsportvereins Vinschgau teilzunehmen. Richtig voll wird es jedoch jedes Jahr ein paar Wochen später Ende August bzw. Anfang September, wenn der „Radtag Stilfser Joch“ Tausende von Fahrradfahrer anzieht und dafür die Straße zwischen Trafio und Bormio bis in den Nachmittag für jeglichen motorisierten Verkehr gesperrt ist. Seit wenigen Jahren wird wegen des großen Andrangs zu diesem Anlass auch die Strecke zwischen Santa Maria im Münstertal und dem Umbrailpass für Autos abgesperrt.

Die Strecke wird wegen ihrer zahlreichen engen Kurven heiß und innig geliebt

2015 nahmen über 12.000 Radler an dem Riesenspektakel teil, wie viele dabei die Strecke mit den 48 Kehren und 1.869 Höhenmetern mit einem Stilfser Joch Rennrad in Angriff nahmen, lässt sich leider nicht evaluieren. In der Regel startet der Radtag in der Ortschaft Prad am Fuß der Passstraße oder in der Stadt Glurns, verläuft dann über das Stilfser Joch bis nach der Passhöhe, im Anschluss über den Umbrailpass und das weiter oben bereits erwähnte Santa Maria Val Müstair in der Schweiz und wieder zurück. Aufgrund der kurvenreichen Straßenführung führt auch das weltberühmte Radrennen „Giro d’Italia“ häufig über das Stilfser Joch. In der Nähe der Passhöhe ist dem legendären italienischen Radrennfahrer und fünfmaligen Gewinner des Giro, Fausto Coppi, ein Denkmal gewidmet. Aufgrund dieser großen Popularität unter Radsportlern wird das Stilfser Joch oftmals auch anerkennend „Königin der Passstraßen“ genannt, sogar als UNESCO-Weltkulturerbe soll es nach Bestrebungen regionaler Verbände nominiert werden.

Vinschgau Rennrad Stilfser Joch

Rennrad Traumpass Stilfser Joch im Vinschgau

Wer weniger Trubel bevorzugt, wählt besser die Tourvarianten abseits der Massen

Neben der klassischen Rennradrunde von Prad nach Trafoi auf das Stilfser Joch sowie über den Umbrailpass nach Santa Maria, Münster, Taufers, Glurns zurück nach Prad, kann das Stilfser Joch auch gut in Richtung Bormio und weiter über den Passo Foscagno sowie den Passo d’Eira und den Ofenpass als Rennradtour im Ortlergebirge erkundet werden. Eine schöne Umrundung ist von Meran aus durch den Vinschgau, über das Stilfser Joch sowie über den Gavia-, Tonale- und Gampenpass möglich, bei dieser Tourariante kann man besonders viel vom umliegenden Nationalpark sehen. Empfehlenswert für tolle optische Eindrücke ist auch die Strecke in das Trafoital, wo man in Gomagoi in das Suldental nach Innersulden abzweigen kann.

Video Rennrad Stilfser Joch

Bilder Rennrad Stilfser Joch

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Rennrad Stilfser Joch - das Stilfser Joch wird oft als der König der Pässe bezeichnet. Und dies nicht zu unrecht. Berühmt ist er vor allem wegen seiner 48 Kehren, die vor allem im oberen Teil unerbittlich die Steilwand immer wieder kreuzen und mit Steigungen bis zu 13% aufwarten. Außerdem läßt sich am Stilfser Joch eine Höhendifferenz überwinden, die sich sonst wo kaum finden läßt. Der Verkehr ist allerdings auch entsprechend. Die vielen Wohnmobile nerven vor allem bei der Abfahrt und man muß in den engen Kehren höllisch aufpassen.

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