Traumpass Großglockner Hochalpenstraße – steil, schön, serpentinenreich

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Traumpässe Rennrad – Großglockner Hochalpenstraße – die Passstraße hinauf zu Österreichs höchstem Berg ist der Königsweg über die Alpen

Schon seit 80 Jahren ist die höchste Straße Austrias Ziel von Rennradlern

Die höchstgelegene befestigte Passstraße Österreichs (2.504) in den Bundesländern Salzburg und Kärnten ist seit ihrer Eröffnung im Jahr 1935 eine beliebte Radrennstrecke, Pläne für eine Radfahrermaut 2010/11 wurden wegen Protesten schnell ad acta gelegt. Die hochalpine Gebirgsstraße über die Pässe Fuscher Törl und Hochtor nach Heiligenblut war bereits mehrfach Schauplatz der Giro d’Italia, der Österreich-Radrundfahrt, des Race Around Austria und des Etappenrennens Peakbreak. Eine Großglockner Rennradtour ist für viele Radler fast so etwas, wie für Muslime eine Fahrt nach Mekka, die berühmteste Alpenstraße im Nationalpark Hohe Tauern führt zum mit 3.798 Meter höchsten Berg in Österreich, dem Großglockner. Auf dem Weg dorthin sind 48 Kilometer mit 36 Kehren zu bewältigen, entschädigt wird man für die Strapazen mit einem wahrhaft traumhaften Blick auf blühende Almwiesen, duftende Bergwälder und ewiges Eis.

Die Strecke ist nichts für „Flachlandtiroler“, denn es kann hier plötzlich schneien

Unterteilt ist die Strecke in verschiedene Etappen, namentlich in die „Glocknerkönig-Strecke“ von Ferleiten bis zum Fuscher Törl, von dort auf die Edelweißspitze sowie in die Routen von Ferleiten bzw. Heiligenblut bis zur Kaiser-Franz-Josef-Höhe. Hobbyfahrer sollten unbedingt das auch im Sommer oft unbeständige Wetter vor Ort berücksichtigen, Schneefälle aus heiterem Himmel sind hier oben häufig, eine Sicherheitsausrüstung mit Helm ist für das Großglockner Rennrad auf jeden Fall empfehlenswert. Angesichts des großen Ansturms sind entlang der Großglockner Hochalpenstraße diverse Servicestellen für Radfahrer untergebracht, so etwa Umkleidemöglichkeiten in Ferleiten, am Fuscher Törl sowie am Hochtor. Auch Duschen gibt es neben dem Parkplatz Ferleiten ebenso Safes für Wertgegenstände an den einzelnen Aussichtsstandorten. Darüber hinaus findet man auch Radständer vor allen Shops, als Geschenk erhält jeder Radler ein kostenloses „Radfahrer-Pickerl“.

Rennrad auf der Hochalpenstrasse Glocknerpass

Rennradtraumpass Glocknerpass

Wer ein wenig mehr Zeit hat, kann auch noch das schöne Salzkammergut erkunden

Die weiter oben bereits erwähnten Etappen auf der Großglockner Hochalpenstraße besitzen jeweils eine ganz eigene Geschichte. So verdankt etwa die Edelweißstraße ihre Existenz lediglich dem Umstand, dass nach Ende der Bauarbeiten an der Hauptstraße noch genügend Geld für diesen Abzweig zum Franz Rehrl-Haus übrig war. Während einer Großglockner Rennradtour kann man bei gutem Wetter von der Stichstraße sage und schreibe 19 Gletscher und 33 Dreitausender sehen. Von der Franz-Josephs-Höhe als Endpunkt der südlichen Anfahrt zur Hochalpenstraße verkehrt ein Aufzug zum Gletscher, dort oben kann man aber auch einfach nur einen Kaffee trinken und sich ausgiebig sonnen. Schöne weiterführende Touren in der Region sind etwa zum Staugewässer Großsee im Zirknitztal, zum Iselsbergpass zwischen dem Drau- und dem Mölltal nahe der Gemeinden Debant und Winklern sowie in das gesamte Salzkammergut möglich. Unweit von Salzburg warten zum Beispiel der Gaisberg, das Rossfeld und die Postalm sowie der Dientner Sattel auf sportliche Urlauber und Rennradfahrer.

Video Rennrad Großglockner Hochalpenstraße

Bilder Rennrad Großglockner Hochalpenstraße

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Rennrad Großglockner Hochalpenstraße - Es liegt einzig an den Anstrengungen, die dieser Alpenpass bei seinem Bezwinger hervorruft, denn der Anstieg ist nicht nur wegen seiner Länge von 32 Kilometern eine echte Herausforderung für Rennradfahrer.

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